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Website Relaunch oder neue Website: was lohnt sich für Ihren Betrieb?

Die alte Seite ist schwer zu pflegen und auf dem Handy kaum lesbar. So entscheiden Sie zwischen Update und Neubau, ohne Ihre Sichtbarkeit bei Google zu verlieren.

6 Min. Lesezeit

Von CLYPI-Team

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Ob Sie eine neue Website bauen oder einen Website Relaunch machen, hängt von drei Fragen ab: Passen Aufbau und Technik noch, stimmen die Inhalte mit Ihrem Angebot überein und lässt sich die Seite selbst pflegen? Ein Relaunch ist eine grundlegende Überarbeitung einer bestehenden Website, bei der Aufbau, Inhalte oder Technik neu werden. Wenn nur einzelne Seiten veraltet sind, reicht meist ein Update.

Was leistet Ihre alte Website noch?

Beginnen Sie mit einer Bestandsaufnahme, nicht mit einem Design. Schreiben Sie auf, was die aktuelle Seite liefert und was nicht. Nehmen wir einen Elektrobetrieb mit sechs Leuten. Die Seite stammt aus dem Jahr 2014, zeigt auf dem Handy nur einen schmalen Ausschnitt, nutzt Fotos von Baustellen, die es längst nicht mehr gibt, und schickt Kontaktanfragen an eine Adresse, die niemand täglich liest. Dafür beschreiben die Leistungsseiten die Arbeit noch richtig, und ein älterer Fachartikel bringt Besucher aus der Suche.

Werten Sie danach die Zahlen aus, die Sie bereits haben. Die Auswertung Ihrer Seite und die Anfragen der letzten sechs Monate zeigen, welche Seiten Besucher öffnen und welche sie sofort wieder verlassen. Am Ende steht eine einfache Liste mit drei Spalten: behalten, überarbeiten, streichen. Diese Liste legt den Umfang des Projekts fest, noch bevor über Preise gesprochen wird.

Wann reicht ein Update und wann lohnt ein Website Relaunch?

Ein Update reicht, wenn Aufbau und Technik noch passen und nur Texte, Fotos oder einzelne Seiten veraltet sind. Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Seite auf dem Handy nicht funktioniert, die Inhalte nicht mehr zu Ihrem Angebot passen oder Ihr Team ohne fremde Hilfe nichts mehr ändern kann.

Die Tabelle übersetzt diesen Test in vier Fragen. Sie ersetzt kein Gespräch über Ihren Betrieb, zeigt aber, wo das eigentliche Problem liegt.

Update oder Relaunch: vier Fragen
FrageEin Update reichtEin Relaunch ist nötig
Funktioniert die Seite auf dem Handy?Ja, nur Details wirken veraltetNein, Menü und Formulare sind schwer bedienbar
Passen die Inhalte zu Ihrem Angebot?Ja, nur wenige Seiten brauchen neue TexteNein, das Angebot hat sich grundlegend geändert
Kann Ihr Team die Seite allein pflegen?Ja, mit dem bestehenden SystemNein, jede kleine Änderung braucht Hilfe
Ändern sich die Adressen vieler Seiten?Nein, die Adressen bleibenJa, eine neue Struktur braucht Weiterleitungen

Wenn drei oder vier Antworten in der rechten Spalte stehen, planen Sie einen Relaunch. Bei nur einer Antwort prüfen Sie zuerst, ob ein gezieltes Update diesen Punkt löst. Schreiben Sie die Antworten auf, dann wird das Gespräch mit einer Agentur deutlich kürzer.

Muss ich bei einem Relaunch meine Domain wechseln?

Nein. Eine neue Website braucht nicht zwingend eine neue Domain. Ist Ihr Name vor Ort bekannt, steht er im Unternehmensprofil bei Google und ist auf Fahrzeugen und Angeboten gedruckt, ist die bestehende Adresse der einfachere Weg. Besucher und Suchmaschinen finden dieselbe Adresse wieder, und der Aufwand für Weiterleitungen bleibt klein. Ein Domainwechsel ist sinnvoll, wenn der alte Name falsch ist, etwa nach einer Umbenennung oder weil er am Telefon schwer zu buchstabieren ist.

Sie können die Domain also behalten und die Seite darunter komplett neu bauen. Nur die Seiten ändern sich, die Adresse bleibt. Für die meisten kleinen Betriebe ist das der schlankere Weg, weil die Liste der Weiterleitungen kurz bleibt.

Was passiert mit alten Adressen und Unterseiten?

Jede alte Adresse, die Menschen kennen, verlinkt haben oder bei Google finden, braucht einen klaren Nachfolger. Google empfiehlt eine 301-Weiterleitung von der alten Startseite auf die neue Startseite und von den wichtigsten Seiten der alten Website auf ihre Nachfolger. Eine Weiterleitung ist eine Anweisung auf dem Server, die Besucher und Suchmaschinen von der alten Adresse zur neuen schickt.

Fehlt sie, landet der Besucher auf einer Fehlerseite, und die Position, die eine alte Unterseite bei Google hatte, geht verloren. Erstellen Sie deshalb zuerst eine vollständige Liste aller Seiten, aus Ihrem Content-System oder mit einem Crawler-Programm, damit keine Leistungsseite vergessen wird. Ordnen Sie jeder alten Seite ihren Nachfolger zu. Seiten ohne Nachfolger streichen Sie bewusst, nicht aus Versehen.

Nach dem Umbau beschreibt die Google-Hilfe zum Werkzeug für Adressänderungen, wie Sie Google den Umzug mitteilen. Google empfiehlt, das Werkzeug erst zu nutzen, wenn die Seite umgezogen und weitergeleitet ist.

Wie planen Sie den Relaunch in Schritten?

Stellen Sie nicht alles auf einmal um. Google rät in seiner Anleitung zum Umzug einer Website dazu, eine Umstellung in kleinere Schritte zu teilen, wenn das für Ihre Seite sinnvoll ist, und jeweils nur eine Sache zu ändern. Der folgende Ablauf übernimmt diesen Gedanken, und jeder Schritt lässt sich vor dem nächsten prüfen. Die Grundlage ist Googles Anleitung zum Website-Umzug bei Google Search Central.

  1. Struktur festlegen

    Legen Sie fest, welche Seiten es nach dem Relaunch gibt und welche wegfallen. Schreiben Sie diese Liste, bevor jemand ein Design öffnet.

  2. Inhalte schreiben

    Texte kommen vor den Fotos. Ein Design, das vor den Texten entsteht, lässt Lücken, die später unter Zeitdruck gefüllt werden.

  3. Weiterleitungen einrichten

    Jede alte Adresse zeigt auf ihren Nachfolger, bevor die alte Seite abgeschaltet wird. Testen Sie eine Stichprobe alter Links.

  4. Stufenweise umstellen

    Zuerst Startseite und wichtigste Leistungsseiten, danach der Rest. Prüfen Sie jede Stufe auf dem Handy.

  5. Die ersten Wochen beobachten

    Notieren Sie, welche Seiten Besucher öffnen und ob Anfragen ankommen. Beheben Sie gefundene Probleme, bevor Sie weitere Änderungen machen.

Stufen helfen auch Ihrem Team. Wer die alte Seite kennt, prüft jeden neuen Bereich, während der Rest der Website weiterläuft.

Verliere ich bei Google Platzierungen, wenn ich neu baue?

Das kann passieren, wenn Adressen wegfallen und Inhalte gleichzeitig wechseln, ohne dass Weiterleitungen gesetzt sind. Google schreibt, dass Sie bei größeren Änderungen Schwankungen bei Platzierungen erleben können, während Google die Seite neu besucht und neu erfasst. Die Umzugsanleitung von Google Search Central beschreibt diesen Effekt.

Solche Schwankungen sollten sich mit der Zeit legen. Prüfen Sie nach dem Start in der Search Console auf Fehler und fehlerhafte Weiterleitungen, und behalten Sie die Seiten im Blick, die vorher die meisten Besucher hatten. Wer die Weiterleitungen sauber gesetzt hat, hat weniger Grund zur Sorge. Wer sie vergisst, bemerkt den Verlust oft erst, wenn eine früher gefundene Seite verschwunden ist.

Starten Sie mit der Drei-Spalten-Liste aus dem ersten Abschnitt. Prüfen Sie Ihre aktuelle Seite mit unserem Website-Check und schreiben Sie uns über unsere Kontaktseite, wenn Sie das Ergebnis besprechen möchten. Wir sagen Ihnen offen, ob ein Update reicht oder ob ein Relaunch der bessere Weg ist.

Fragen zu diesem Thema

Ist ein Relaunch dasselbe wie ein neues Design?

Nicht ganz. Ein neues Design ändert das Aussehen. Ein Relaunch prüft zusätzlich Aufbau, Inhalte und Technik und baut sie neu auf.

Muss ich für eine neue Website auch die Domain wechseln?

Nein. Die meisten kleinen Betriebe behalten ihre Domain und bauen die Seite darunter neu. Wechseln Sie nur, wenn der Name selbst nicht passt.

Welche Seiten brauchen eine Weiterleitung?

Jede Seite, die verlinkt, gespeichert oder bei Google gefunden wird. Beginnen Sie mit der Startseite und den wichtigsten Leistungsseiten.

Was sollte ich zuerst tun?

Erstellen Sie die Liste mit behalten, überarbeiten und streichen. Sie zeigt, was die neue Seite leisten muss, und verhindert, dass Sie Seiten neu bauen, die niemand liest.

Alte Seite behalten oder neu starten?

Im Erstgespräch schauen wir uns Ihre aktuelle Seite gemeinsam an und sagen Ihnen, ob ein Update reicht oder sich ein Relaunch lohnt.